Opuntia macrocentra Engelmann, Proceedings of the American Academy of Arts and Sciences 3: 292, 1856 [1857]


Opuntia macrocentra wird oft in Kakteenanlagen gepflanzt und durch ihre Attraktivität sehr geschätzt. Man findet sie in vielen Gärten im Südwesten der USA. Die Pflanze hat in der Regel lange dunkle Dornen an den Enden der Kladodien und selten auch an den Seiten. An neuen Treiben können die Dornen gänzlich fehlen. Die Areolen haben 1-3 Dornen; die Triebe sind grün oder blau-grün. Viele Klone färben sich ins lila oder magenta bei kaltem Wetter oder bei starker Dürre so dass die Pflanzen noch schöner und auffälliger erscheinen. Die Blüten sind gross und sehr attraktiv. In der Regel blühen sie in kräftigem gelb mit rotem Schlund. Das Zentrum kann von einem leichten Rotschimmer bis in ein kräftiges Rot an der Basis der innersten Tepalen reichen. Es können mehrere Triebe von einem zentralen Stamm aus wachsen und sie können bis zu 3 m hoch werden.

O. macrocentra ist mit O. chlorotica var. santa-rita und O. azurea verwechselt worden, obwohl die drei Taxa verschieden sind. Es ist bedauerlich, dass O. macrocentra manchmal als Varietät von O. violaceae (eine nicht existierende Spezies) missinterpretiert wird. Britton und Rose Berichteten, dass Klone mit bläulichen Trieben besonders auffällig sind. Siehe auch die ursprüngliche Beschreibung. Die Flora of North America Online bietet eine technische Beschreibung der Opuntia macrocentra.

O. macrocentra ist tetraploid, eine ähnliche diploide Pflanze heisst O. macrocentra var. minor (Anderson, 2004).

www.opuntiads.com (30.10.2013) eigene Übersetzung

Das natürliche Verbreitungsgebiet:

www.bonap.org - Kartenlegende

Kommentar:
In Mitteleuropa ist vor allem der Klon O. macrocentra ‘SB 911’ Orogrande, Otero County, New Mexico bekannt. Dieser Klon hat sich trotz des südlichen Fundorts als recht hart erwiesen. Der Klon neigt zur Cristatbildung was die Pflanze noch attraktiver macht. Es sind auch noch andere Pflanzen unter dem Namen O. macrocentra im Umlauf. Diese unterscheiden sich jedoch teilweise beträchtlich vom beschriebenen Taxon.

Opuntia macrocentra ‘SB911’ im St. Galler Rheintal, Schweiz

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.